Sozialverhalten unserer Doggen
 
Bei der Zucht der Doggen vom Gehrensee wird sehr viel Wert auf ein gutes Sozialverhalten im Umgang mit anderen Hunderassen gelegt.
Durch wiederholte Selektion auf der Basis eigener Welpentests ist es möglich geworden die folgenden Videoclips als Verhaltensbeispiele unserer Zuchtlinie vorzustellen.
Die vorgestellten Doggen unserer Zuchtlinie wurden nicht auf Hundeplätzen abgerichtet, sondern lediglich sozialisiert.
Da die Doggen keine Zwingerhunde sind, kennen sie eigene Kommandos wie Stopp, Halt, Aus, Komm her, Geh weg, Sitz, Platz usw.
 
 
 
Die nachfolgenden Videoclips wurden im Naherholungs- u. gleichzeitigen Hundeauslaufgebiet am Berliner Grunewaldsee aufgenommen.

Unsere Doggen können sich hier frei unter Spaziergängern, Joggern, Radfahrern u. Reitern bewegen.
Als Züchter und Liebhaber der Rasse setzen wir nicht auf Drill und Abrichtung im preußischen Stil, sondern auf ein sehr gutes Wesen durch Zucht auf der Basis einer heterozygoten Erbmasse, durch Prägung u. Sozialisierung.
Deutsche Doggen vom Gehrensee
 
 

Im Videoclip zeigen Gina, Hugo und Hera vom Gehrensee ein sehr freundliches Annäherungsverhalten anderen Rassen gegenüber.

Folgendes Ausdrucksverhalten ist erkennbar:

Folgen: Ein oder mehrere Tiere laufen einem oder mehreren Tieren nach.
Umeinanderlaufen: Die Hunde laufen umeinander herum. Die Schwänze werden in einem leichten Bogen nach oben gehalten und wedeln heftig. Die Köpfe sind gehoben. Die Ohren sind nach hinten gelegt.
Der Naso-Nasal-Kontakt und die Ano-Genital-Kontrolle gehören zum Begrüßungsritual insbesondere zwischen Hündin und Rüde.
Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens und können nur ohne Leine realisiert werden.

Von Hunden, die dieses Sozialverhalten besonders in ihrer Junghundzeit durch Grundstückshaltung nicht kennen lernten oder durch Leinenzwang nicht praktizieren durften, kann auch bei bester Veranlagung kein souveränes Verhalten in Belastungssituationen erwartet werden.
Deutsche Doggen vom Gehrensee
 
 
 
Auch von den so genannten "Kampfhunden" oder deren Mixen wird das Beschnuppern toleriert, wenn sie es als Welpe oder Junghund gelernt haben.
Hunde, die es nicht kennen von anderen "kontrolliert" zu werden, reagieren aggressiv auf sehr dichten Kontakt mit der Schnauze. Diese Beobachtung kann man bei allen Rassen machen.
Das Wesen unserer Hunde ist viel weniger an die Rasse gebunden als die äußere Erscheinungsform.
Ein Schubladendenken in Bezug auf die Aggressivität einzelner Hunderassen ist absolut fehl am Platz. Das gilt auch für die Deutsche Dogge.
Insbesondere hoch entwickelte Formen von Leben passen sich in ihrer eigenen Entwicklung an die Umwelt an um besser überleben zu können. Sie sind mehr oder weniger durch Prägung formbar.
Damit scheiden Zwingerhaltung und Leinenzwang als hauptsächliche Haltungsmethode aus.
Unsere Hunde sind keine genetisch fixierten Roboter. Sie besitzen eine Intelligenz, die man nutzen sollte.

An dieser Stelle hat auch ein Züchter eine Verantwortung. Durch Zucht kann man die Selbstsicherheit u. damit die Reizschwelle einer Rasse erhöhen. Eine hohe Reizschwelle ist nicht mit einem ständigen Rückwärtsgang gleichzusetzen, wenn es zum Treffen mit anderen Rassen kommt.
Imponieren, provozieren und die Festlegung einer Rangordnung gehören zum Hundeleben dazu.
 
 
  Imponierverhalten

Zwei Rüden zeigen in Gegenwart einer Doggenhündin (Gina vom Gehrensee) ein sehr ausgeprägtes Imponierverhalten.
Da die größere Doggenhündin sich sich nicht beeindrucken lässt, entspannt sich die Situation nach kurzer Zeit.

Wie bei Wölfen besteht auch bei Hunden unterschiedlichen Geschlechts, bei gleicher oder ähnlicher Rangposition, keine Dominanzbeziehung.
Die Rangposition wird nicht nur durch Imponieren, sondern auch durch ein ruhiges, souveränes Verhalten auf der Basis einer hohen Nervenstärke angezeigt.

Hundeauslaufgebiet Berlin Grunewaldsee
 
 
  Kommentkampf (Showkampf)

Anlass für die Rangordnungsstreitigkeiten ist ein Stück Holz, das eine Rüde aus dem Wasser apportiert hat und für sich beansprucht.

Die noch junge Doggenhündin (schw. Manteldogge) ignoriert die Besitzverhältnisse und wird von dem Rüden energisch durch einen Showkampf in die Schranken verwiesen.
Die Situation entspannt sich u. a. dadurch, dass die anwesende Mutterhündin (Harlekindogge) ihre Tochter nicht unterstützt.
Beide entfernen sich aus dem Konfliktbereich. (Rudelverhalten)


Kommentkämpfe sollte man nur tolerieren wenn man sehr sicher ist, dass ein körperlich starker Hund sich nicht nur durch "starke Nerven" auszeichnet. Die Fähigkeit sich auch unterordnen zu können beugt Ernstkämpfe vor.
Hunde die sich sehr gut kennen, oder miteinander verwandt sind, bilden ohne Leine ein Rudel.
Freilaufende Hunderudel sollten immer stärker kontrolliert werden, damit es nicht zur Eigendynamik kommt.
Wird von einer Deutschen Dogge eine ernste Auseinandersetzung mit dem Ziel den anderen zu verletzen gesucht, kann man von einem nichtstandardgerechten Verhalten ausgehen.
Generell sollte jeder Hundehalter in der Lage sein solche Situationen zu beherrschen. Für kritische Fälle sind Unterordnungsübungen unumgänglich.
Man muss immer damit rechnen auf einen fremden Hund zu stoßen, der mit sozialen Verhaltensweisen wie Imponierverhalten oder Kommentkämpfe nicht umgehen kann und definitiv ein für alle Mal seinen Gegner ausschalten will.

Mit meiner ersten Doggenhündin (VDH/DDC 1O2 1O6) aus dem Jahre 1995 hätte ich in der gleichen Situation die aller größten Probleme bekommen. Durch Auskreuzung, züchterische Auslese, Prägung und Sozialisierung kann ich mich auf stabile Nerven meiner Doggen seit drei Generationen verlassen.
Hinweis: Kritikern dieser Zeilen empfehle ich die Leinen ihrer Doggen in einem hochfrequentierten Naherholungsgebiet einmal los zu machen damit die Wesensfestigkeit ihrer sanften Riesen einmal richtig zum Tragen kommt.
Kommentkampf
 
 
  Links zum Thema:  
  Hund: Verhalten und Probleme.  
  Die Sprache der Hunde  

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